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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Seite
73
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gehendes Getränk, daß Jthuel noch keineswegs gewahr wurde,welch' feurigen Gast er in seinem Innern anfgenommen hatte.

Diese ganze Zeit über war der Vicestatthalter damit beschäftigt,sich über Charakter und Abstammung des Fremden nähere Auskunftzu verschaffen. Daß er Bolt für einen Engländer halten mußte,war wohl natürlich genug, und diese Thatsache trug nicht wenigdazu bei, ihn in der Ansicht, welche er sich über die wahre Flaggedes Luggers gebildet hatte, auf's Neue irre zu machen. Wie diemeisten Italiener jener Zeit, betrachtete er die nördlichen Horden, undAlles, was mit ihnen verwandt war, als eine Art von Barbaren,und Jthnels Miene und Benehmen waren eben nicht geeignet, ihnvon dieser Meinung abzubringen, denn dieses sonderbare Exemplarvon einem Menschen zeigte sich, wenn auch nicht so lärmend roh undgemein, wie die niedrigeren Klaffen seiner eigenen Landsleute, mitdenen er gelegentlich in Berührung gekommen gleichwohl inmanchen wesentlichen Punkten offenbar so ungebildet, daß, wenner überhaupt Ansprüche an ein seines Benehmen gemacht hätte,diese jedenfalls gegründeten Widerspruch erfahren mußten.

Ihr seid ein Genueser?" redete der Vicestatthalter den Filippo miteiner Miene an, welche bewies, daß er ein Recht zu dieser Frage hatte.

Ja, Signore, Eurer Eccellenza aufznwarten, obwohl ich ingegenwärtigem Augenblicke in fremden Diensten stehe."

In wessen Diensten, Freund? Ich bekleide ein Amt hier inElba, und frage nicht mehr, als meine Pflicht verlangt."

Das muß ich wohl glauben, Eccellenza," crwicderte Filippoausstehend mit einer ehrerbietigen Verbeugung, welche keine Spurjenes linkischen Wesens an sich hatte, dem die Nordländer so leichtanheimfallen;ich muß es wohl glauben, denn es spricht sich schonin Eurer ganzen Erscheinung ans. Ich stehe jetzt in Dienstendes Königs von England."

Dieß sprach Filippo mit fester Stimme, obwohl er seine Augenvor dem zweifelhaften, durchbohrenden Blicke des Statthalters zu