Finger waren bei ihm mehr viereckig als rund, und besonders seinbloßer Nacken, der nur leicht mit einem schwarzseidenen Halstucheumschlungen war, hatte, mit Hintansetzung aller Grazie und Sym-metrie, so ziemlich die Gestalt eines Fünfecks. Seine Figur maßvollauf sechs Fuß und einen Zoll, wenn er sich zu seiner ganzenHöhe anfrichtete, was von Zeit zu Zeit geschah, wie es schien,um sich von der gebückten Haltung seiner Schultern, die bei ihmzur hartnäckigen Gewohnheit geworden war, in etwas zu erholen:in letztgenannter Stellung dagegen, die bei ihm die üblichste war,erschien er um ein bis zwei Zolle kürzer, als sein eigentlichesMaaß betrug. Sein Haar war schwarz, die Hautfarbe dunkel-braun: es schienen sich nämlich bei ihm in Folge eines fortwähren-den Lebens im Freien mehrere Färbungen von Braun auf einandergeschichtet zu haben, obwohl sein Teint ursprünglich recht hübschgewesen sein mußte. Seine Gesichtszüge waren regelmäßig, dieStirne breit und voll, der Mund sogar wahrhaft hübsch. Diesessonderbare Gesicht wurde durch zwei scharfblickende, rastlose, glän-zende Angen belebt, welche nicht sowohl Flecken in der Sonneals vielmehr zwei Sonnen auf einem Fleck ähnlich sahen.
Jthnel hatte all' die gewöhnlichen Wechselfälle in dem Lebeneines Amerikaners dnrchgemacht: höchstens daß die Laufbahnen,welche man in der Regel ans die Klaffe der Gentlemen beschränktglaubt, ihm bis jetzt noch fremd geblieben. Er war Pächtersjunge,Druckereiteufel, Schulmeister, Kutscher und Hausirer gewesen —Alles, ehe er jemals die See gesehen hatte. Unter dem Namenvon „Hausarbeiter" hatte er alle erdenklichen Verrichtungen derhäuslichen Oekonomie durchgemacht, hatte selbst beim Waschenund Auskehren Dienste geleistet, und einen ganzen Winter langseine Abende mit Besenbiuden ausgefüllt.
So hatte Jthnel sein dreißigstes Jahr erreicht, che er imTraume daran gedacht hätte, auf die See gehen zu wollen. EinZufall gab endlich dieser Lebensweise in seinen Augen den Vorzug,
5 "