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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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ein, und bewies durch dieses freimüthige Zugeständnis;, wie sehrsein Geist durch das Studium au Aufklärung gewonnen hattewir muffen die Wahrheit der Thatsache eiuränmeu. Da ist z. B.gleich die Sage von Herkules und dem Fuhrmann, welche sie be-stätigt. Wurden unsere Leute zuerst tüchtig arbeiten und daunerst beten, so müßte gewiß mehr dabei herauskommcn, als wennsie zuvor beten und hinterdrein erst arbeiten. Und nun, SignorCapitauo, noch ein Wort über Eure Sprache, welche ich auch soein klein wenig verstehe und die Ihr, sonder Zweifel, mit derGeläufigkeit eines Eingeborenen sprechet."

Natürlich," versetzte der Kapitän mit vollkommener Selbst-beherrschung, indem er bei seiner Anrede mit einer Bereitwillig-keit vom Italienischen in's Englische überging, welche hinlänglichbewies, wie stark er sich in diesem Punkte fühlte;man wird dochnoch seine Muttersprache zu reden verstehen."

Er sagte dieß ohne die mindeste Verlegenheit in seinem Be-nehmen, und legte einen Accent ans seine Worte, der einen Aus-länder recht leicht irreführen konnte. Es gelang ihm auch, demVicestatthalter dadurch zu imponiren, denn dieser war sich wohlbewußt, daß er selbst und gälte es auch sein Leben einesolche Phrase nicht heransgcbracht hätte, ohne über das Wagstückim Innersten zu erzittern: er hielt also für's Beste, das Gesprächitalienisch fortzusetzen.

Eure Sprache, Signore," bemerkte Andrea Barrofaldi mitWärme,ist gewiß eine sehr edle Mundart, denn die Sprache, inwelcher ein Shakespeare und Milton geschrieben, kann wvhl keineandere sein: dennoch werdet Ihr mir zu bemerken erlauben, daßbei der Aussprache verschiedenartig geschriebener Wörter eine Ein-förmigkeit in ihr vorherrscht, welche ich ebenso unvernünftig, alshöchst verwirrend für einen Ausländer finde."

Ich habe schon früher ähnliche Klage» vernommen," antwor-tete der Kapitän, der gar nicht ungern sah, wie das Examen, das