Nach den Sagen der Morgenländer. 345
Er sprach: „ich bin nun siebenhunberr Jahre alt;
„Groß wie das Meer ist mein Vermögen und Gewalt.„Mir ward der Geister Reich 56); ich habe, so zu sagen,„Sie einem Ringe gleich, auf meiner Hand getragen.„Doch, da von meinem Glück der Lauf sich nun gewandt,„Bin ich von heute an wie aus der Welt gebannt.
„So schenkt der Himmel nur von heule an bis morgen;„In seinen Gaben ist gewöhnlich Gift verborgen:
„So wie ein Gaukler euch zur Gabe nichts bestimmt,„Was er im nächsten Nu durch seine Kunst nicht nimmt."Als diese Werre kaum im Wind verklungen hatten,
Stieg schon Dshemshjd hinab ins dunkle Reich der Schatten.Mein Herz! was wundert dich des Monds-, desJahres Lauf!
Es hörte auch Dshemshjd der Große so einst auf.
Das morsche Dach, das sich zur Erde scheint zu senken,Gibt jeden Augenblick uns solche Angedenken.
Einige Bücher 67) erwähnen, man habe, hun-dert Jahre nach dem Untergänge seines Reichs,Dshemshjden in einem Feldzuge ZohakS an dem Ge-stade des Sinesischen Meeres in einem Baume ver-borgen gefunden, der auf Zvbaks Befehl abgehauerrworden.
Auf taufend Jahre setzt man die Zeit seine»Lebens: regiert habe er siebenhundert Jahre. AberAndere rechnen auf jene sieben, auf diese nur drey-hundert Jahre 58 ).
Vahab Ben Menke sagt, er sey von Gott an-fangs zu den Adiden gesandt worden 5 g).
Andere halten ihn fälschlich auch für den Er-finder der Arzneykunst und warmen Bader 6c>).
Folgende aber waren seine Sprüche 6t): „Die„Weisheit ist der Schlüssel des Glücks, und das„Glück ist die Erfüllung der Wünsche. Wenn das„Glück der Stärke und die Herrschaft der Wissen-