Nach den Sagen der Morgenländer. 343
„horcht; die Widerspenstigen laß in das Feuer wer-„fen 48)." (Andere erzählen, der vorgebliche Him-melsbote habe dem König verkündiget, er sey derGott der Erde, wie der Allmächtige Herr der Him-meln). Dscmshjd forderte Beweise seines Auftrages,und der Satan 49) sprach: „daß du einen Engel„siehst, ist genügsamer Beweis, daß du kein Sterb-licher sey st." Er verschwand. Des Königs Geboterging, und er schickte Leute aus, durch Furcht undHoffnung die Nationen in Abgründe des Jrrthumszu verleiten 5 o). Die meisten, gezwungen oder frey-willig , unterwarfen sich; wahre Anbeter des Einigenwurden verbrannt.
In seinem Ucbermuth versäumte Dshemshjd dieGeschäfte des Heeres, wodurch allein der Bau derVerwaltung fest bestehet: seine Zeit verwendete erauf gottlose, schändliche Dinge; der Flor des Reichsverlor sich in üppige Schwelgcrey, trägen Schlaf 5 r).Da wurde die Länge seiner Regierung und die Zahl> seiner Ungerechtigkeiten unerträglich, und die Völkerriefen Zvhak, seinen Neffen, zu Hülfe. Dieser sandteden Befehlshaber Shedid, Sohn Adid, mit einemfürchterlichen Heere,
Mehr qts Sonnenstäubchen und mehr als Lropfen desWassers,
Mehr als Wogen des Meers, mehr als gm HimmelGestirne.
Als Dshemshjd ihm die Schlacht lieferte, wurde,der König besiegt; hierauf icrete er eine Zeitlangunter Gottes Geschöpfen umher; endlich als daswechselnde Schicksal sein Herz dem Sturme preis-gegeben 62), wurde er von seinen Feinden gegriffen,