Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
Seite
312
Einzelbild herunterladen
 

3)2

IV. D sh e m sh j dl

Könntest du leicht alleiniger Herrscher auf dem Erd-boden werden."

So wie Zohak zuhörte, dachte er still nach;

Der Mord seines Vaters widerstand seinem Herzen.

Er sprach zu Ebliß:Das taugt nichts;

Nathe etwas Besseres; denn dies gehet nicht an."Folgst du mir nicht, erwiederte er,

So entwindest du dich doch nicht deinem Schwur undVertrage;

Die Strafe des Meineides wird dich drücken;

In Elend und Verachtung wirst du, in Glanz undWürde jener fortleben.

Zu Falle brachte er ihn so, den einfältigen Jüngling;Es kam dahin, daß er sich ihm blindlings ergab.

Er sprach:zeige sie mir denn an, deine Mittel;Was soll es geben? sprich klar, und ohne Wendung."Es erwiederte Ebliß:So will ich dir Helsen;

Dein Haupt will ich bis zur Sonne erheben.Schweige nur; mehr verlange ich nicht.

Ich brauche hierin keines andern Hülfe;

Allein werbe ich alles, wie es recht ist, besorgen.Du, ziehe nur das Schwert der Sprache nicht ausder Scheide."

Es hatte der fromme aUe Mann in dem Innern deshohen Pallastes^

Einen anmuthigcn Garten.

Immer erhob sich der Edle bey Nacht,

Bereitete sich zu dem Gebete,

In geheim wusch er sich in dem Garten den Kopf undden Leib 5u>;

Und nur ein treuer Diener leuchtete dabey mit demLichte.

Ebliß, der boßhaste Dämon,

Grub eine riefe Grube auf seinem Weg;