III. Persipolitanische Briefe. 291
äibus ist das bekannte Zorcastri'l'chd Sprichwort,welches auf den Parsen-Kultur gerade zurückführet.
13 . Als endlich ein Magier selbst das schwachgewordene Parther-Reich stürzte- und auf den alten,jetzt neuen Perser-Thron kam, gelangte ZoroastersName alt und neu zum höchsten Glänze. Der Re-gent selbst wußte sein Geschlecht von niemand rühm-licher, als von ihni, herzuleiten; der himmlischen A ba-ll i d sogar, Venus Urania- war Zoroasters verlorneKraft zur Aufbewahrung anverträut gewesen. Jetztalso ward Zoroasters Familie auch in Liturgien ge-priesen; man sammelte, was sich sammeln ließ;Waffen schützten den Feueraltar, aus dessen Flam-men der G e n i ü s des ältenGesetzes empvcstieg-
14. Die prachtvolle Regierung dieser Gesez-zeskäiser - der Orm u z d - D i e n e r, her Saftsaniden, traf aber auf eine Zeit des Übeln Ge-schmacks, in welcher Mönchs - und Rittrrqeist ne-ben einander herrschten. Das Christcnthum drängtesich an alle Religionen der alten Welt - die sich alsoauch gegen dasselbe zusammen drängten; und in die-ser Zeit ward der Zend-Ävesta gesanimlet- in ebender Zeit- da auch der Rabbinismus und Christin-nismüs sammelte, was er sammeln- vertilgte- waser vertilgen wollte. Von diesem Mönchs g ei sttragt die Sammlung von Pärscn-Schriften - die wirbesitzen, die unverkennbarsten Spüren. Auf den al-ten Naturdienst, b. i. den Jahrs-Kälender - ist inihr alles qebäuet; Zoroaster wird in ihr hoch geprie-sen; auch sein König wird mit ihm genannt, dichthinter welchem aber die Säge abbricht, und im Ge-nius einer spätem Zeit die Liturgie ordnet. Offen-bar siehet man- der Kanon war geschlossen- wie er
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