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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
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289
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III. Persepolitanische Briefe. 289

einrichtung. Daß überhaupt unter der verfallendenDespoten - Regierung eines großen üppigen Reichs,wo am Hofe und Key den Satrapen die größesteWeichlichkeit herrschte, ein Venus-Dienst der Anai-tiS eingeführt ward, ist ganz in der Drdnung derDinge. Wo war jetzt jene alte Idee einer thatigcnWeltregierung im großen Naturbilde der Jahreszei-ten? Wie paßte sie zu diesen Zeiten und ihrerStaatscinrichtung? Selbst die Reform Hvstaspesund Zoroasters schickte sich nicht mehr zu Z-itcn, dieimmer schwacher und üppiger wurden, bis Alexanderdem ganzen Reiche ein Ende machte.

Plato isrs, der unter den Griechenzuerst den Namen Zoroasters nennet; wie nenneter ihn?Als einen, nach dessen Lehre die Prinzensowohl im Dienste der Götter als in ihren-nigspsiichten Unterricht empfingen;" dies anzufüh-rcn , war Plato's Zweck gemäß und n-ach DarausEinrichtung Wahrheit: Zoroasters Name begriffnämlich die Persische Landes-Religion, Re'chsver-fassung und Staatsweisheit. Wenn Tenophon dieErziehung Eyrus zum Verbilde der Tugend ge-macht hatte: so dringt sein Mitwerber Plato nachneueren Einrichtungen näher zum Ziel, und erzähltkurz, wie der Weiseste, Gerechteste, Enthaltsam-ste, Tapferste den Königssohn unterrichte, da dannder Name Zoroaster genannt werden mußte. Nachder Zerstörung des Perser-Reichs ward er allver-breitet: denn jetzt pries man, was nicht nnhr dawar, und da nach Persischer Weile allem Verdien-ten , Ruhmvollen, Großen im Dienst eines Köni-ges, der die Sonne hieß, gern der Name vonSternen gegeben wurde; wie also nicht dem re-L Philos. und Gesch. I.LH, T porwe/r.