Ill- Persepolitanische Briefe. 287
Magier beylegen *). (O daß sich der Schriftund Sache wegen diese Grabschrift fände!) Nichtunter einen Meder-König, wohl aber unter einengeschäftigen, ordnenden Achämeniden gehörts, daßseines Urvaters altes Gesetz, neu poliert, das allge-meine Religions-Gesetz seines Landes, er also auchhierin ein zweyter Dshemshjd würde. Was unterdiesem Hom gewesen war, ward unter jenem Gu-stasp SapetmanAoroaster, wie die Verglei-chungen den ganzen Zend-Avesta hindurch rühmendsagen. Sich selbst wollte fortan Darius, der ord-nende König, als das Haupt, seine Söhne alsGlieder des Ordens der Magier angesehen wissen:denn ihr Urvater hatte durch Einrichtung diesesStammes Reich und Land, Stande und Zeiten, jadurch diese die ganze Natur geordnet.
9. So dachte Darius; und die letzten Jahreseiner Regierung soll ihn sogar dieser Reformations-Geist zu einem unglücklichen Kriege gegen Turanveranlaßt haben, dem er seine Religion, d. i. seineOberherrschaft auch zubringen wollte. Rieth Zoroa-ster ihm dazu, so that er nicht weise, und der wei-ter hinsehende König hätte dem eifrigen Priester nichtfolgen dürfen. Ueberhaupt wird man im Zend-Ave-sta einen großen Haß gegen den Nord und die Nocd-völker gewahr, die durch Ueberfälle und Raubereyenden südlichen Provinzen freylich von je her beschwer-lich gefallen waren, gegen die also ein alter Natio-nal-Haß obwaltete; wenn aber Zend-Avesta den Kö-
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