Tll. Perscpolitanische Briefe. 281
duscht - Nam e h , fast zum Grunde legte. Mögesie im Jahr Christi 1276. aus dem Pelvifchen über-setzt seyn, und sich, wie es wohl nicht anders scynkann, auf ältere Traditionen gründen *); es ist einGedicht in Persischen Versen, keine Geschichte. Mo-hammed gleich, ja über Mohammed hinaus stelletes Zoroaster als einen vom Himmel gesandten Pro-pheten, Gesetzbringer, Wundcrthater in allem demGlanz vor, in dem man seit dieses Propheten Zeit,ja vor derselben, berühmte Männer zu sehen ge-wohnt war; ein fremder Glanz, der in die Denkartdes Meder- und Perser-Reichs, am wenigsten inGustasps Zeiten gehöret. Wo also bcy d'AnquetilZerdrischt-Nameh am Rande stehet, muß esunvergessen bleiben, daß das Angeführte aus einemPersischen jungen Gedicht, einer eigentlichen Lob-schrift Zvroasters, sey.
2. Auch in den Büchern, die d'Anquetilals Religions-Bücher der Parsen nach Europa ge-bracht hat, erscheint Zoroaster bey weitem nicht al-lenthalben in gleichem Glanz. Am einfachstentritt er im eigentlichen Vendidad auf, in wel-chem er Ormuzd fragt, Ormuzd ihn belehrt**). Erbefragt ihn über die verschiedenen Segensorte Irans,über die Gesetzgeber alter Zeiten, sodann über Ver-brechen und Strafen, über Unreinigkeiten, Reini-gungen u. f. Ohne Vermischung mit den Ideenanderer Bücher geben diese Fargards das einfachste
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