III. Persepolitanische Briefe. 27z
stets, wie sich ein religiöser Jahres - Kniender seinerNatur nach immer wiederholet.
Also wollen wir nur brauchen, was wir haben,und die Augen aufthun, zu bemerken, was jedesStück sey, und wohin es gehöre. Es ist ein eitlerWahn, über Sprachen die kritische Fackel schwingenzu wollen, die wir nicht verstehen, von denen wirdurch die schnelle, kurze und in Manchem offenbarunzuverlässige Mühe Eines Mannes nur wenige un-hinreichende Proben haben. Es ist ein noch eitlererWahn, zu glauben, daß man etwas Neues gesagthabe, wenn man den Vcndidad vor andern Ri-tual-Aufsätzen lobet; als Haupt-Agende in dergroßen Versammlung der Geister (Vispered,) als einLeviticus der Magier mußte er vor allen erhaltenwerden, weil ohne ihn kein Atesch - Gah und keineDestur-Schule bestehen konnte; deshalb aber verrin-gert er den Werth anderer Aufsätze nicht, und diespate Kompilation Bundehescht ist lehrreicher als vieleGebetbücher seyn würden. Der eitelste Wahn end-lich wäre es, wenn man auf metaphysischen Deu-tungen der granzenlosen Zeit, des Urlichts, der Ur-sinsterniß, als zwey wesentlichen Prinzipien, schwär-merisch umherschweifen wollte; dem Geist der Zeiten,der Gegenden, der Völker und der gesunden Ver-nunft selbst sind sie durchaus fremde.
„Aber Zoroaster? der große Gesetzgeber undWeise, der erhabene Philosoph, der gottgesandtsProphet, den schon Plato verehret." — Es ist wohlnichts Besseres, l. F., als daß wir uns an dieseGlanzgestalt, den Goldstern, (denn das heißt Zo-roaster,) selbst wendeten, und ihn durch seine eigne