III. Perftpolitamsche Briefe. 277.
verkam,) begangen, war diesem leichtsinnigen Volketwas sehr Großes. Bald fanden sich also Ostane,d. i. Z e n d - Av esta - Bet he r, die auch beschwu-ren. Magische Geheimnisse, Einweihungen entstan-den, und gingen nach zertrümmertem und seitdemmit Griechen gemischtem Perser-Reich trefflich fort:denn was in der Welt könnte mehr rcitzen, als einKultus, der alle Elemente in seiner Gewalt hat, der.in der Gemeinschaft aller Natur-Genien spricht, undin welchem es am ausgesprochenen lebendigen Wort,an Tag und Stunde hangt, zu wem er spreche, durchwen er wirke. Dies ist die sehr natürliche Entste-hung des Magismus; sie entstand durch Glaubenund Ausübung eines Land-Kalenders, und brei-tete sich als ein H 0 f - E e rem 0 ni a l e weiter. Indie Philosophie der. Griechen haben die Ostanemehr gewirket,- als man in unsern akademischen Phi-losophie-Kalendern mepnet.
Als die Sassanidcn den Parthern das Reichabdrangen, setzten sie, angebliche Nachkommen Zo-roasters, den Magismus auf den Thron. Eine
Feuerwache kam auf ihren Münzen bewaffnet nebenden Altar; und Aoroasters Name galt für eineSumme des Kultus, dessen Urheber er doch selbstnach den fortgebräuchlichen Liturgien nicht war. Un-ter den Sassanidcn war eine andere Zeit. Das
Ehristenthum bedrängte die Völker, und nöthigte je-den alten Kultus, der nicht untergehen wollte, aufseine. Füße zu treten. Jetzt wurden also die altenParsen-Bücher gesammlet, revidirt, das Parscnthumblühcte; wir wissen aber auch von dieser Zeit viel zuwenig, als daß wir. strenge urtheilcn könnten, wiees dort, und hier beschaffen gewesen. Offenbar paßte