276 III. Persepolitanische Briefe.
nenwaqens, der weißen Rosse und Roßopfer nichterwähnt, die unter den Perser-Monarchen doch un-widersprechlich im Gebrauch waren. Die Sonder-barkeit aber laßt sich erklären. Wenn AlexandersEifer gegen den Feuerdienst der Perser Bücher ver-brannte und königliche Archive zerstörte; fo konntecs zunächst keine andere treffen, als die den dama-ligen Königs-Kultus seines eroberten Perser-Reichs fevcrten; diese herzustellen lag wohl nieman-den am Herzen: denn das Koniglhum mit seinenSonnenrosscn und Sonnenwagen lag unwiderbring-lich darnieder. Was wieder hergestellt wurde, warder alte Medische Kultus, der bis an Darius ging;das zeigen die bisher aufgefundenen Reste, die janur von einem einzigen Mann außer Persien unterden kärglichsten Umständen zusammengetrieben undnach Europa gebracht sind. Wende jemand mitd'Anquetils Eifer mehreren Aufwand in Persienselbst, in Zspahan, Kirman an; vielleicht wird ernoch eine Agende des Königs-Kultus finden.Nach niedergcstürztem Reich war diese den Perser-Priestern unbrauchbar.
Vom Zustande der Parsen - Religion unter denParther-Königen wissen wir wenig ; die später» Nach-richten nennen cs einen Zustand des Verfalles, derNeige. Desto mehr mischte sich die Religion derParsen fortan mit andern Völkern; ja schon seitDarius Zuge war sie den Griechen so wunderbarmerkwürdig worden. Woher dieses?
Nichts ist natürlicher. Die Religion des gros-sen Königes in einem Zuge der Magier mit Be-schwörungen aller Elemente, - (wie cs den Griechen