Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
Seite
275
Einzelbild herunterladen
 

III. Persepolitanische Briefe. 278

vars, unter seinem Sternhimmel, mit den Veran-derungen seiner Jahres- und Tagszeiten liegt so klarvor uns, daß wir vermögend sind, nicht nur jedenTag und Monat, sondern jedes Element, beynahejede Natur- und Jahresgabe, jeden Baum, jedeBlume, jedes Metall und Geschäft dem Genius an-zuweisen, der es beschützt und segnet. Zu diesemZweck eine Uebersetzung des Bundehescht mit geogra-phisch-physischen Erläuterungen vernünftig gegeben,erweiterte unsere Begriffe, die durch bloße Schwac-mereyen über den sogenannten Zoroastrischen Lehrbe-griff gestaltlos auseinander fliegen. Nach einer Reiheälterer Schriftsteller haben Lorsbach und Wahlmanchen Namen, manche Persische Eigenheit glück-lich erläutert.

Als der MagismuS statt eines Königes der Me-der dem Perser-Monarchen, dem Herrn der Welt,diente, mußte seine Religion auch die Hof-Formund die Konstitution seines Reichs annehmen. Daßdies nicht sogleich geschah, und in allen Provinzengeschehen konnte, bezeugen die Nachrichten der Grie-chen aus dieser Periode; daß aber in ihr zum glan-zenden Hofstaat Ormuzds der Grund gelegt wurde,ist aus dem- Zend-Avesta klar. Lege man diesen,mit Auslassung aller Namen, wem man wolle, vor ;er wird sagen:dies Religions-System ist untereinem kriegerischen Bergvolk entsprossen; es hat abereinem glänzenden Hofe gedienet."

Sonderbar scheint es, daß nicht nur in Benen-nung der Regenten der Zend-Avesta gewöhnlich mitGustasp (Darius Hystaspes) aufhöret; sondern auchder prächtigen Eeremonicn, des Lrmuzds- undjSon-

S 2