270 III. Persepolitanische Briefe.
Thierkreises entlehnt sey, durch deren jedes ein Jahr-tausend regiert werdeso ist dies selbst der spätenKompilation Bundcheschl entgegen. Am Endederselben, (ein Zeichen der spaten Einführung diesesfremden Ealculs,) sicht man nach den ersten sechstausend Jahren, sür welche man keinen Ealcul wußte,die Jahrtausende der fremden Aegyptischcn Eanicu-lar-Periode mit dem Zeichen des Krebses anfangen,mit der Waage forkfahren u. f., die dann der spateKompilalor mit der Altperstschett Geschichte zu ver-einigen bemüht ist, d'Anquetil aber sich, wiemehrmals, mit seinen Einschaltungen sehr unver-ständig zeiget. Es war und bleibt eine aNgcfügtefremde, ja gar.widersprechende Zeitrechnung; dennkeine zwölf Zeichen des Thierkreises regieren dasPersische Jahr. Darauf ist cs nicht geordnet. VierWächtersterne stehen am Himmel zur Hut deshimmlischen Heers, nach den vier Weltseitcn geord-net , und jeder regiert dreytausend Jahr, bis Tasch-ter wicderkehrt und den ersten Zeitenlauf bringet.Selbst da der Thierkreis den Persern bekannt war,und namentlich genannt wird, ward das Jahr vonihnen in sechs G ah's geordnet.
„Da aber die Zoroastrischen Bücher, in welchendie Lehren hierüber enthalten waren, verloren sind,so laßt sich der astronomische Eyklus, der jenes Zeit-maaß veranlaßle, nicht weiter aufklaren." Zoroa-strische Bücher, in welchen dennoch jene Lehrenenthalten waren? Ein astrologischer Eyklus,der jenen Ormuzd im Urlicht, jene um seinenThron dienende Amschaspands vecanlaßte? Unddie behauptende Negative: „er läßt-lsich nicht