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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
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267
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III. Persepolitanische Briefe. 267

bewirkt; er befleckte sie, weil der Schatte das Lichtschwärzet. Die Epochen, in welchen die verschiede-nen Wesen ins Daseyn gerufen wurden, heißen derJahreslauf sdie sechs Zeiten), in welchen sie fort-während noch ans Licht treten).

„Ormuzd schuf durch sein lebendiges Wort,d. i. durch die Kraft seines Willens, die Welt derguten Geister." Eine besondere Welt der gutenGeister kennt das alte lebendige Wort nicht. Dieslebendige Wort ging vom Kultus selbst aus , demman in Gebeten, Anrufungen, Ermunterungen ansich selbst eine lebendige Kraft auf sich und die ge-lammte Schöpfung zutraute, lind da es das leben-dige Wort Ormuzd hieß, da dieser oberste Geniusals der Schöpfung Haupt und als ihr erster Wirkerbetrachtet wurde: so legte man ihm selbst ein solcheslebendiges Wort, d. i. einen reinen Willen vollThatkraft, bey. Wie alle Jzcds Jzeschne bringen,d. i. einander und der ganzen Schöpfung Glückwünschen: so spricht Ormuzd sein Wort, d. i. er

wirkt, wie wir wirken sollen. Die Idee stieg nichtmetaphysisch hinah, sondern sie steigt hinauf undwird generalisiret.

,,Ormuzd schuf zuerst sechs unsterbliche Genienoder Götter, die am Fuß seines Throns dienen."Das that Ormuzd ursprünglich nicht; sie dienen auchnicht am Fuß seines Thrones, sondern wirken in derSchöpfung, wie er wirkt. Er, der Erste unter ihnen.Götter sind sie nicht, sondern wirkende Naturkrafte,nach dem Jeitenwechsel und nach Regionen der Schö-pfung symbolisiret.