264 III. Persepolitanische Briefe.
her ruhe, sein personisicirtes Wort, das in seinemNamen wirkt, das ewige Lobpreisen der Genienund Seelen vor dem Schahinschah, dem Himmels-Monarchen u, s. f., wie verschieden ist alles vonder Welt, die uns das wirkende Jahr zeigt. Or-muzd ist in ihm selbst der oberste Hülfsqeist; Am-schaspands, Jzeds, Hawkars, die Genien der We-sen, sind alle an Einem Werk; in ihrem Wirkungs-kreise, so wie an Macht, nach Jahreszeit und Ta-gen allein verschieden, Alle stehen einander bey; kei-nes kann ohne das andere wirken. Auch die Fe-ruers der Abgeschiedenen sind dem Rufenden ge-genwärtig; sie kommen, sie helfen, — Die Um-stande der letzten Wiederbelebung zeigen eine späte,dem alten Volksglauben hinzugekommene Dichtung.Zwey Sohne Zoroasters werden erscheinen, und derletzte, Sosiosch, die Wiederbelebung wirken; nachdem Typus der alten Weltgeschichte, in gewissenOrdnungen wird sic geschehen; die Natur der Din-ge wird verändert; unsre Schöpfung hört auf;Ahriman selbst legt seine Natur ab ; alles wird ver-schlungen ins Unanschaubare, — Eine wie späteZeit zeigen diese Uebccspannunqen an, die ins Blauedes Himmels , ins Unermeßliche mahlen! wie ver-schieden sind sie von den einfachen Ideen des Alt-modisch-Persischen Kultus sichtbarer Naturwescn zurErweckung eines freudigen Wirkens unter ihrem seg-nenden Schutz mit ihnen selber! Das Gespräch desOrmuzd mit der abgeschiedenen Seele, so erhabenes sehn mag, so jung ist cs. Wenn ich in unfernneuen Büchern, die an fünf Zipfeln alles zu hal-ten glauben, von ekner Philosophie Zoroa-sters nach diesen verwirrten Begriffen alter und