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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
Seite
263
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III. Pcrsepolitanische Briefe. 263

vier Abschnitte von dreytausend Jahren, in welchesie die Zeit der Weltdauer unter dem Streit Lr-muzds und Ahrimans einthcilten, sondern auch derSinn eines symbolischen Gebrauchs, den wir inseiner rohen Gestalt bereits bemerkten. Es warnämlich der Gchrauch, daß ein Hund den Ster-benden anblicken mußte, Saadid (der Hund ste-het). Alt konnte der Gebrauch scyn, in der Veran-lassung , die ich angeführet; wahrscheinlich wardaber späterhin die symbolische Bedeutung verknü-pfet, daß, wenn der Stern-Fcruer dieses Thierseinst die Welt anblickc, der große Tag der Wieder-belebung erscheinen werde. Aus allem aber zeigt sich,Paß das ganze Poem vom Streit Ahrimans mitOrmuzd nach getheilten Welt-Epochen eine späterhinzu gekommene, den alten Jahrs-Kalender mo-ralisirende, Dichtung sey, die ihm nicht nur fremdist, sondern genau genommen widerspricht: denn

durchs ganze Jahr hin sind gute Genien kalen-dermäßig wirkend und herrschend. Eine Periode,in der er vor Schöpfung der Welt, 'eine andre,worin er zu Anfänge der Schöpfung allein und reingeherrscht habe, eine letzte, worin er wiederum al-lein herrschen werde, ist eine dem Kalender derMchö-pfung, wie sie wirklich ist, hinzuqefügte Vor-HsidNachdichtung; so wie über sie selbst ein morali'soMUebergcspinst. ^

Dies zeigen mehrere, den Beginn des erstenund den Ausgang des letzten Welt-Aeons einleiten-de Umstande augenscheinlich. Der Ormuzd, dvrverschlungen in Glanz wohnet, die sieben Amschas-pands, die um seinen Thron stehen, das Reich derSeelen, die er in Vorrath schafft, damit er nach-