Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
Seite
248
Einzelbild herunterladen
 

243 III. Persepolitanifche Briefe.

nicht fabelhafte Thicre, den Straus, die Giraffe,die Fledermaus u. f Namen - Kompositionen dieserArt führten natürlich auch zu Bild-Kompositionen,die ihnen eben so leicht vorkamen. Da nun imPersischen Naturdienst auf die Zulammenwirkungaller lebendigen Wesen in Geschlechtern und Artenalles gerechnet ward, und diese unter bestehendeHauptgcschlcchtec, Anführer und Vorsteher der an-dern , gebracht waren: so ergab sich die Kompositiondieser Hauptgefchlechter von selbst: sie ward ein

darstellendes Bild ein- und zusammen-wirkender Naturkraft e in ihren lebendi-gen Haupt-Agenten.

Und da diese gewöhnlich auf vier gesetzt wur-den , wem wäre das bekannte Bild, das oben einHahn, sodann ein Menschenantlitz vorwärts, hin-terwärts ein Widderkopf, abwärts ein Wasservv-gel ist, ein Räthfel? Nach neuen Begriffen konn-ten, da der Hahn unter dem Kopf des alten Man-nes und hinter ihm die Widdechörncr stehen, be-kannte Scherze gesagt werden, die aber dem Geistder Komposition fremde sind. Der Aufwccker desTages, der himmlische Hahn, ist in der Perser-Mythologie das edelste Bild des geflügelten Heeres;der Widder, Symbol des beginnenden Jahrs, einKönig der Gebirgthicre; das Uebrige erkläret sichselbst. Da das Symbol auch als ein Kompositumanderer Gestalten, z. B. Hahn, Roß, Widder undMenfchenhaupt, vorkommt, da das Roß ein Blattim Munde führet, so sieht man, daß das Sym-bol verändert ward mit Nebenbedeutungen, die Zeitund Umstände gaben. An sich war es ein Pan-