III, Persepolitanische Briefe,
An —
§um Scherz haben Sie sich, liebster ein
mystisches Siegel, eine Komposition widriger Thier?gestalten gewählt; und so, hoffe ich, wird Ihnenein Brief über dergleichen Kompositionen nicht unge-fällig zu lesen seyn, da er Ihnen so manche Ideevon dem, was sie sahen, zurückführet.
Man nennt Steine dieser Art gewöhnlich AKra-xen; der Ursprung des Namens seihst ist bisher rm-erklaret, und doch liegt er im Persischen Alterthumdeutlich vor. Alles, was schön, glanzend, vortreff-lich ist, nannten die Perser königlich; Königs-stabl, Königsperle u. f, bezeichnete jedes Vor-trefflichste seiner Art, Wenn nun der alte Königs-name der Meder Ar sak, Aksak hieß, dem manzur verstärkenden Bedeutung Sylben zersetzte, unddieser Name in alten Charakteren wahrscheinlich aufmehreren Steinen stand; wie anders, als daß mandie Steine nach ihm nannte, ihn, da der Glaubean diese Steine unter die Griechen kam, auch Grie-chisch daraus schrieb, und weil nach magischer Artam lebendigen Vlort alles lag, dies auch in Zahlendeutete und wandte? So entstanden die WorteAbrasax, Abraxas u, f-, aus deren Buchstabenman nebst andern Bedeutungen die Zahl her-ausspann : denn daß die Figuren dieser Steine denJahreslauf der Natur bezeichnen sollten, hatte dieTradition erhalten. Der Name bedeutet also keinen