III. Perfepolitanifche Briefe. 197
gesicherten und gehegten Aeckern, Wiesen, Früchtenund Heerden konnte die Kultur eines Lundes anfan-gen und Platz greifen; nur durch sie wird Fleiß,Sicherheit, Genuß der Arbeit, Ordnung.
Wo war dieses Wehr Dshemshjds? GegenSüden, wie der Zend-Avcsta an mehreren Stellensaget. Südwärts, gegen den heißen Rapiran schrittder Vater der Kultur Persiens fort; das Jahr inseinem neu angebaueten Lande hatte sieben MonateWarme und nur fünf Wintermonate. Es war vollLicht; der Schöpfer der Welt hatte ihm viel Glanzgegeben * *). In der ältesten Geographie der Medisch-Persischen Länder, die augenscheinlich von Westen (Ar-menien) ausgeht, wird unter den sechzehn Paradiesender Welt das viereckte Verene, Feriduns Geburts-land , als eine entfernte Gegend erst an der vierzehn,ten Stelle zunächst vor Indien genannt; die Kosmo-logie der Perser endlich sagt ohne Umfchweif: „WehrDshcmgard liegt mitten in Persien, inwärts derSalzwüste, wie gesagt ist: Dshemkant liegt unterdem Berge Damegan **)." Möge man den Namendieses Gebirges herleiten, woher man wolle ***), sobleibt die eigentliche Dshemshjd-Provinz st) (Dshem-
tsr pnllnäss et rivos. Wnoliter. I.SX, p. 1878.)nsird noch von Luther gebraucht. Ezech. s6, 8,Die Niederdeutsche Mundart nennet es Werder.
*) 2enä-Lvestn. D. I. ?. II. x. 278. Fargard 2.1") Leirll-Lvests. D. I, ?. II. p. 269.
lVliane keres z>nvan krovn. Lunllsliesli p. 411»ek. e. 487.
st) Man deute es ein Gebirge der Ewigkeit, oderein versetz wistertes, d.i. getheitles Gebirge;