»g6 III. Persepolitanische Briefe.
nes Land, wo er nach und nach dreymal dreyhundertAbtheilungcn des Landes urbar machte, das Landwässerte, sicherte, mit Baumen und Menschen be-pflanzte.
Er errichtete das Vcr, ( Ver - Dshjemgard)viereckt, groß, geräumig, in das er den Keim vonHausthieren und Herden, Menschen, Hunde, Vo-gel, Feuer brachte. Er bevölkerte es mit Lebendigemaller Art, ließ Wasser fließen, die goldenen Feldertrugen allerley eßbare Früchte; die Jugend war sitt-sam , ehrerbietig, und nährete sich wohl. Der gan-ze Erdstrich war ein Behesrht, ein Paradies.
Im Ver bauete er einen Pallast, hoch, mitMauern umgeben, dessen Inneres abgetheilt undwohlerleuchtet war. Dshemshjd vervollkommnte dasVer nach dem Befehl, den Ormuzd ihm gegeben *).
Was ist dieses Wehr? wo lag cs?
Daß es eine ansehnliche, sich immer verbreiten-de Meyerey war, zeigt die Beschreibung selbst; denNamen selbst finden wir im Deutschen WortW eh r,Wehre, Werd, nach seiner ältesten Bedeutungselbst wieder **). Nur mit solchen eingeschlossencn,
*) 2enä-Lve8ta D. l. k. II. p. 271 u. f. Es istdes Bendidads zweyter Fargard. Deutsche Ue-tz ers. Th. 2. S. Zog.
**) Wehren heißt vertheidigen, abhalten, befestigen,schützen; und da ein angeeignetes bearbeitetesFeld nebst seiner Wohnung vorzüglich des Schur-zes und Abwehrens nöthig hat, so blieb dasWort diesem besonders eigen. In Mosers Os-nabrückischer Geschichte ist die Bedeutung desWortes trefflich entwickelt. Wehrd (locn«pssLuus, s^ua circumtluus, loous rolickns in-