III. Persepolitanische Briefe. 196
Zend-?(vesta den Dshemshjd benennet *). Nichtnur alle Anführungen dieses Namens im Mundeder Kriechen, sondern auch die Analogie ähnlicherÜbertragungen Persischer Worte und Namen inandere, z. B. die Arabische, Hebräische, Rabbini-sche Sprache, steht ihr zur Seite; und daß dieAraber Persien mit Hadshem, die Perser mit„Volk Hadshem," benennen, drückt dieser Be-merkung das Siegel auf, die überhaupt viel Lichtum sich verbreitet.
Nach dem Zend - Avesta war Dfhjemo(Dshemshjd), der Ormuzd über sein Gesetz fragte,und der ihm dasselbe in guten Einrichtungen, vor-züglich des Ackerbaues, der Befruchtung des Lan-des durch Wasser, Bevölkerung ungebaueter Gegen-den , Ordnung in Ständen und Geschäften nachZeit und Jahr zu halten anwies. Er versprach ihmdazu seinen Segen, daß Dshemsbjds Reich einglückliches Reich, seine Zeit eine glückliche seyn soll-te. Weder kalte noch heiße Winde, Faulniß, Pest,Krankheiten, böse Leidenschaften sollten seine Ein-richtungen nicht stören; die Dews (Schlangen, Un-geziefer, schädliche Thiere und Menschen) würde ervertreiben; Nahrung, Verstand, ein langes Lebenwürden ihm folgen u. f. Gehorsam diesem BefehlOrmuzds, traute er seinem schützenden Jzed, spal-tete die Erde mit einem goldenen Dolche, und brei-tete Fleiß, Ordnung, Fruchtbarkeit, Ackerbau undBevölkerung aus. Er schritt gen Süden in ein schö-
*) 8 V a h t s altes und neues Vorder - und Mittel-Asien Th. I. S. 2vg, 2rc>.
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