III. Pecscpolitanische Briefe. rZ3
sen stolzen Titel auf den ein, der Reiche verleiht,Könige ein- und absetzet, und Zeitläufte jändert.Hielt man in Chaldäa so viel auf verborgene Weis-heit, auf Auslegungskunst und einen Blick in dieZukunft; so schreibt er dies alles Dem zu, der denWeifen ihre Weisheit giebt und den Verständigenihren Verstand. Nannten die Perser die SterneWächter der Erde (Jzeds), Ordner der Begebenhei-ten , und stelleten sie als Himmelsfürsten um Or-muzds Thron: so schildert er den Thron dessen, umden eitel Licht ist im Rath der Himmelswachter. Hies-sen den Persern Rathgeber, Weise, Vorzügliche derErde lebendige Sterne: so sollten die, die in trüberVerwirrung seiner Nation Muthlose gestärkt, Ord-nung zurück gebracht hätten, bcym Erwachen zu ei-nem Neuen Zeitlauf der Dinge auch also leuchten *).Die ganze Idee von diesem Wiederkommcn zu ei-nem neuen Zeitkauf ist, wie die Folge zeigen wird,selbst den Worten nach Persisch **); obgleich, dadie Magier ursprünglich nicht begruben, sowohl hierals bey Ezechiel judaistret. Das Feld voll Todtcnge-beine, die dieser sah, war ein Leichenplatz (Dackhme)der magischen Religion, deren Belebung er nachIsraelitischer Denkart verkündigt. So auch der Tem-pel Ezechiels, der den Auslegern auf so manche ArtMühe machte; verglichen mit der Medisch-PersischenBauart ist jeder Erker, jede Terrasse, jede Verzie-rung von innen und außen erklärbar. Der KönigIsraels sollte nicht enger und schlechter als der Per-
*) Dän. > 2 , 3,
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Philos. und Gesch. !.TH. N öl«