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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
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III. Pcrsepolitanische Briefe.

Bücher werden vor ihm aufgeschlagen u. f." IstIhnen, viel belesener Mann, eine Auslegung be-kannt, die über den Raderstuhl, über das dicke Wol-lenhaac, über den Glanzstrom, dem Millionen ge-horchen , zur sichtbaren Eonsistenz der Bilder etwasgcnetisch-Erklarendes gesagt habe? Treten wir vordie Wände in Persepolis, und das Licht steht da.Da sitzt der ehrwürdige Alte mit seinem dicken Wol-lcnhaac *) aus seinem hohen beweglichen Raderstuhl,der auf allen Seiten bis auf die Räder hinab vonGold und Edelsteinen flammte. In seiner Hand istder lange glanzende Stab, ohne welchen sich der Per-ser-Monarch nicht sehen ließ, dessen Winke Millio-nen gehorchten. Bücher wurden vor ihm aufgcthan;Schreiber waren um ihn her, die sein Wort auf-zeichncren, die ihm Geschichte lasen. Was das Eo-stume der Perser-Pracht gab, erhöhet« die träumen-de Fantasie des Israelitischen Dichters.

In allen Bezeichnungen bleibt er diesem Cs-stume treu. Nannte sich der Perser-Monarch Königder Könige, Fürst der Fürsten; so wandte er die-sen

*) Das dicke Haat als Meder - und Perser-Schmuckist nicht nur auf den Abbildungen Persepolis undden Nakschi-Rustem, sondern auch aus den Par«thischen gräcisirten Münzen anschaulich; es wargleichsam eine unablegliche National-Zierde. DerSpott des Kaiser Augusts, daß der behaarreStern (Komet) nicht ihm» sondern dem haarrei-chen Parther Unglück drohe, ist bekannt; Manwandte alle Kunst an den Schmuck der Haare.