III. PArsepolitanische Briese.
Nicht alfd aus gleichzeitigen Schriftstellern,, daHerodot, Lenophon und Ktesias von Persepolisschweigen, kann das Zeitalter dieses Baues voll-ständig dargethan werden ; das Werk selbst muß eSerweisen. Dies thut es, sobald man nur keine frem-de Baktrische Idee zum Grunde leget. Aegyp-t i sc h - G r iec h i sc h ist der Styl der Kunst inPersepolis, jedoch in Persisch-Modischer Weise;nicht Indisch,, nicht Babylonisch. So zeigt er sichin Säulen, Bildwerken, Verzierungen und Anord-nungen der Figuren; dies Argument entscheidet.Nicht in der Fabelzeit der Pishdadier, Persepolismuß in einer Zeit gebauet seyn, da Aegyptische Künst-ler hier bauen konnten, und Griechische Kunst aufder Welt war, die dunkle Manier der Aegypter zulichten und zu ordnen. Dis Regierung der Perser-Monarchen traf in dies Zeitalter; Aegypter und vie-le Griechen waren ihre Unterthanen; die Gebäudebeyder Nationen, die sie sahen, reizten sie zu einemähnlichen Bau, dem Ruhm ihres Reichs auf; manwandte an, was sich gebrauchen ließ; so entstandPersepolis in der Idee, im Entwurf, in der Aus-führung. Darius höhlete seinen Grabpallast mitdessen äußerer Ansicht prächtig aus, und entwarf andiesem gelegenen Ort eine Burg, die ihm keine Ne-kropolis, sondern ein G a n d sc h a w ä r (Oaroxla^-laciurn), eine Ahnen bürg (Takh Dshemshjd) undein Parsegard (Persepolis, Perser-Versamm-lung), d. i. Repräsentation des ganzen Reichs, seynsollte. Dies ist der Begriff des Worts und der
Sache. Er erweiset sich auch selbst: denn er ste-het da.