111. Persipoiitamsche Briese.
freundlich cingcsühret. Alle diese ruhigen Meisschrnsollte der Menschenfresser Marlichoras doch nicht vonder Treppe hinwegscheuche», oder ihnen symbolischsagen: ihr geht zu einem menschenfresscndcn Despo-ten.
Und da dies Thier zum Pallast hinanblickt, wiedas Einhorn auswärts sichet: so wird es doch nicht,(wie dort Saman die Königin, Esther 7 , ö.) denKönig würgen wollen und dies bezeichnen?
Und was ist im mindesten an diesem Bilde, dases als Menschenwürger charaklerisire ? Wo dann sindseine Löwenfüße und der Scorpion-Schweif? Wasin allen seinen Gliedern hat es mit Ktesias Thiergemein, als — das ruhige Menschenantlitz. Undfrißt dies Menschen?
Wie aber gehört Ktesias gar hieher? Sagteder Fabulist je, daß ein mannbärtigcs geflügeltesThier, mit dem Diadem auf dem Haupt, in In-diens Wäldern nmherlaufc? Und von einer solchenKomposition ist hier doch allein die Rede. Wo dannist im ganzen Gliederbau dieses Symbols etwas Zer-störendes ? Nirgends im Pallast istS mit einem an-dern Thier im Kamps, geschweige, daß es einenMenschen ansiele, oder ein Held es morde. SeineAttribute sind eben so sprechend, als edel bedeutend:denn wer wüßte nicht, daß Adlerflügel schnelleMacht, der feste Körper und volle Tritt, mit demes dasteht, unersch ü tlerte Kraft, das Men-schenantlitz Milde und Weisheit, Diadem undSchmuck Ansehen und Reichthum bezeichnen.Ohne Fackel der Kritik versteht jedes Kind diese At-tribute des Symbols, und nur durch sie stehet das