III. Pcrsepolitanische Briefe. r6r
auf die jetziger Zeiten fremd. Sie lieben abgetheilteG-macher und Gebäude; den alten Sitten Persienswars ganz zuwider, daß ihr Erdcngvct mit allenseinen Hausgenossen und Freunden, wie in der Ar-che Noah, unter Einem Dach schlafe. Abthcilungenwaren also, nach dem Cckemoniel der Perser-Könige,nöthiq, selbst in den eigenen Wohnungen des Kö-niges, wohin von Fremden niemand gelangte. Durf-te sogar ein weiblicher Günstling, die weltberühmteKönigin Esther, nicht ungerufen zu ihrem Gemahlkommen, und ward selbst den sieben ersten Fürsten,den König zu besuchen, nicht anders eingeraumt,als wenn er außer seinem Harem se», wie dann ei-nem andern? Also waren die Gebäude O. Ü. 1 .,der Niebuhrschen 28. Tafel *) gewiß die heiligsten;unzugangbarsten Lrte, und das Gebäude H. I.,das der Harem gewesen zu feyn scheint, auch feinetLage und Anlage nach das unzugangbarste» Auf die-se Gebäude über und unter der Erde sollte sich alsokünftig der vorzügliche Fleiß der Beobachtet richten;und wenn, wie ich nicht zweifle, in wenigen Jah-ren eine einige Persepolitanische Reisegesellschaft,wohl unterstützt ihre Forschungen hier anstellen wird,von dem Innern einen Aufschluß geben» Was vonAlexander verwüstet wurde, ward hier verwüstet;die niedererN Regionen, Colonaden 8. O., Audienz-Saal I-,., noch weniger der untere Hof A» AL. mitdem Porticus, der Treppe und den Wundtrthierengingen ihn an. Der ganze Berg war der Pallast;
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Philos» und Gesch. I, LH.
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