III. Pcrsepolitanische Briefe. i5g
dern zeigen diesen Bau als Darius Werk: dennvor ihm gabs diese Eintbeilung nicht, unter denMedischen Königen war das Reich anders geord-net *). Zu Aufbewahrung seiner Schatze, die Da-rius, der Einsammler genannt, sorgfältig in Tonnenschlug, war ihm dieser Winkel in einer Felsenkrüm-me, der mit den Labyrinthen seines Grabmahls zu-sammenbing, sehr gelegen; er befand sich in einerder abgelegensten Provin-en seines weiten Reichs,von allen Seiten geschützt durch Wüsten und Ge-birge. Wie konnte es deutlicher gesagt werden, daß
*) Zwölf dieser Felder, d. i. tributbringenden Sa-trapien, hat Niebuhr gezeichnet; die andern,eben so deutlich unterschiedenen, obgleich zumLheil halb verwüsteten bey Chardin nachge-wiesen. (Niebuhr S. i3o f.) Durch Zusammen-haltung Ni e b u h r s, Chardins undB ru ynsstehen die 2 g oder 3o Satrapien Herodots, indie Darius sein Reich theilte, klar da. Die rri-butfreyen Provinzen, z. B. Persis und die Bun-desgenossen, die nicht Tribut, sondern willigeGeschenke brachten, sondert Herodor ab; auchin der Abbildung mußten sie abgesondert, undkonnten nicht als Umerthanen die Treppe hinaufgeführt werden. Sie stehen auf besondern, leideraber größrentheils zerstörten Wanden, kenntlichgenug da. (Niebuhr S. i3h. ) Unschätzbar sinduns diese Nachrichten Herodors; sic erklären undbestimmen das Zeitalter dieser Persepolis, so wiePersepolis mit seinen Abbildungen als ein Fels-Archiv ihre Treue bewahret.