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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
Seite
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III. Persepolitanische Briefe. >5?

bewohnte seinen Pallast, den das ausgchauene Fron-tispice zeigte. Noch weniger zogen sie dahin, umBuße zu thun: denn wir finden nicht, daß ihnenKey ihrem Aufenthalt Hieselbst eine besondere Lebens-art vorgeschricben gewesen, noch daß sie diese ge-sühret. Persepolis war eine reiche, üppige Stadt,in einem schönen Thale, wo jeder so fröhlich lebte,als er leben konnte; die Könige gewiß nicht minder.Sie bewohnten ihre Königsburg undließen ruhendie Tobten."

Einen andern weit natürlichcrn Ursprung hat-te die Erbauung Persepolis, den die Geschichte klarangibt. Persis war das Land der Achcmanidcn,d. i. der Familie Dshemshjds, die sich durch diesenNamen an eine alte hohe Abkunft knüpften. DerStamm, zu dem sic gehörten, hieß Pasergad,die ächte Perser-Versammlung; aus Zcnd-Avesta wissen wir, daß, wie es auch nach der Be-schaffenheit der damaligen dortigen Völker auf Ver-sa m m l u n g, Versammlung der Anführer (as-sernblse brillant« riss Llrsks), es feyn diese himm-lische oder Erdwesen, alles gebauet ist. Wo irgendsich also die Anführer der edeln, alten Perser-Stam-me versammleten, war ein Pasergad (Persepo-lis), ein Stamm und Reichsversammlung. Eprus,als er durch sich den Perser-Stamm auf den Thronerhob, wählte zu seinem Pasergad den Ort, woer die Meder geschlagen hatte, und ward zum An-denken seines Sieges und der Erhebung seines Stam-mes auf den Meder-Thron unweit seinem Paser-oad bestattet, d. i. er bekam seinen Thurm, indessen oberstem Gemach seine Leiche ruhte. Eamby-ses Körper ward gleichfalls hieher geführct; er war