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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
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III. Persepolitanischc Briefe.

ser, als gewohnt solcher Trägerey, ihren PvrticuStragen, und spotteten ihrer , damit als gebornerSclaven *).

2 . Auch die Gebäude zu Persepolistreten ihrer Anlage nach damit in das Licht, dasihnen gehört. Ein neuer schätzbarer Schriftsteller hatdiesen Pallast die T v d ten - R e si d e n z der Per-ser-Könige genannt; wie mich dünkt, nicht glücklich.Des nahen Grabes wegen ist Persepolis nicht ge-bauct; ein Pascrgada und Pasergaden (d. i. Perse-politaner) gabs, ehe selbst Eyrus Grab epistirte.Die Könige zogen in diese Residenz, nicht um Tod-tengebrauche zu begehen, oder sich in Persischer Denk-art an den Leichnamen ihrer Vorfahren zu verun-reinigen: denn, eben damit sich niemand an ihnenverunreinigte, wohnten diese in ihren Todten-Resi-denzcn, d. i. in den Marmorhöhlen, nahe denGipfeln eines hohen Gebirges. Jeder der Tobten

') Auch den weiblichen Trägerinnen, den Karyatiden,gibt Witruv einen solchen Ursprung; als Bunds-genossen der Perser harten sie sich ihnen gleich-sam zu Sclavinnen verkauft. Lessing hat ih-nen den Schimpf abgenommen, indem er sie inranzende Jungfrauen der Diana verwandelt.( S. Lessings sämmtliche Schr. Band rc>.)Wahrscheinlich war jene Geschichte, die Vitruverzählt, ein Mährchen, nach jener wahren Ge-schichte der Gefangenen Key Platäa gebildet. Daman Persische Träger hatte, so glaubte manauch, die Trägerinnen müßten mit den Persernwenigstens im Bunde gewesen seyn.