III. Perscpolitanische Briefe. i53
gende Gärten waren Terrassen, eben zu solchemZweck über die weite Ebene erhöht. Als in einemgebirgigtcn Lande Dejoces sein Ecbatana anlcgte,umbaute er mit seiner Stadt einen Berg, gleich-sam von sieben Terrassen und Mauern, die über ein-'ander hervor ragten mit Zinnen von verschiedenenFarben, weiß, schwarz, purpurroth, blau, gelb,silbern, golden. Dies war der alte Asiatische Ge-schmack Asiens nicht nur am Euphrat und Tigris,sondern bis ans mittelländische Meer hinab. Diesogenannte Nimrodsstadt, die PaulLucasunweit Tarsus aus einem Berge sah, hatte dreyStufen des Berges, dreyßig bis vierzig Fuß hoch,die man die Riesentreppe nannte; die Pforten, die,wie er sagt, er mit seinen eigenen Augen sah,schätzt er hundert Fuß hoch und die Gebäude vonRiesengroße *). Wenn man die ReisebeschreibungPersiens mit Aufmerksamkeit auf ihre Trümmerdurchgeht, so wird man allenthalben aus den Gebir-gen Gebäude, Schlösser, Burgen und an ihnen Ter-rassen gewahr, die dahin führten. Auch die Kö-nigsburg zu Susa , Memnonium genannt, muß-te einen Berg inne haben, da es sich mit seinenSchätzen gegen den Antigonus fest hielt.
Hierdurch erläutert sich also die Bauart Per-sepolis und der königlichen Grabmahle augen-scheinlich.
i. Die Gräber. Auf Anhöhen wurdendie Leichname der Meder und Perser nach magischer
VoxLxo äe kuul Luc-tg 1. I. ?. 354.