III. Persepolitanische Briefe.
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Aegyptischen Denkmahlen und Mumien diese Skara-been-Flügcl so oft erscheinen; auf Persischen Monu-menten ist ec, wie die über ihm schwebende Gestaltzechet, zu einer andern Bedeutung idiotisiret. Balderscheint er allein, vor oder über den Königen schwe-bend*); bald, wie in Perscpolis, mit einer Gestaltverbunden **).
Und da keiner dieser Gemen sich schämte, inder Gestalt des Reichs lebendiger Geschöpfe sichrbarzu werden, welches er schützte, so entstand darauseine eigne Persische Götter-Symbolik, von der Ae-gyptischen verschieden. Die Aegypter und andere Völ-ker setzten Thicrhaupter aus Menschenkörper; die Per-ser nie. Sie fügten der schwebenden Menschcnfkgurdas sie bezeichnende Symbol bey, oder ließen denschützenden Geist ganz in Thieresgestalt schwebenderscheinen ***). Daher die schwebenden Widder undStiere, daher überhaupt die vielen und prächtigenThicrgestalten auf Persischen Amuleten. Da dieseAmulete schützende Bewahrungsmittel seyn sollten, soerscheinen auf ihnen auch schützende Geister in Ge-stalt der Thiere. Jede Klasse dieser lebendigen We-sen hatte ihren Vorsteher, der im Zcnd-Avesta an-gerufcn und mit prächtigen Farben geschildert wird;Widder, Bock, Stier waren aus Ursachen, die bald
*) recuoil ä'anii^. 1°. HI. x. 12.
") 6s^1us recueil V.VI. xl. 46. n. 3. lN. VII.xl. 8. n. 1. ist die Figur sogar ganz.
*") Lazstus reo. V. Vl. xl. 46. n. Z. 4. III.pl, 12. n. 2.