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III. Persepolitanische Briefe.
sie heißt Arduisur *). Eine reine, heilige Jung-frau, liebenswürdig, mit glanzendem Angesicht undgoldnem Haar, von dem Gedeihen kommt allen Ge-wachsen der Erde. Sie streckt ihren Arm aus, schnellund lebendig, verjagend alle Furcht von den Schla-fenden , und kommt zu Hülfe den Tobten. Sietrankt den Vogel Feriduns, der, über die Welt er-hoben, ein Wächter der Menschen, in der Nachtseine Stimme erhebet; kurz, die personiflzirte Ideeder himmlischen Urquelle alles Segens, aller Er-quickung, die ihren Namen tragt, Arduisur**).So schildert der Zend-Avesta mehrere Wächter undWachtcrinnen jedes Guten der Schöpfung. Die per-sonisizirten Seelen der Guten, die Feruers, nichtminder. Als eine lebendige Versammlung werdensie angerufen; jedes wohlthatige Wesen, selbst dasGesetz Ormuzd, hat seine Seele. — Auf mehrerenMünzen der Sassaniden wird mitten im heiligenFeuer des Altars jene halbe Königsgestalt mit der
*) äs 3 Lc ^ lVlsmoir» sur Iss Lnricsuiiss äs 1skerss psZ. 26g. de Sacy vermuthet, daßdie Gewohnheit, weibliche Jzeds abzubilden, einneuerer Gebrauch sey. Was die Abbildung de,triffc, kommr es darauf an, daß mehrere Persi-sche Alrerthümer, auch in Trümmern, bemerktwerden; die Vorstellung weiblicher Jzeds selbstist im Zend-Avesta.
**) Lenä-Avssts 1 '. n. x. 172. 173. Ein GesprächZoroasters mit dieser Quelle s. 2enä --l.vestsII. x. 176—178.