III. Perfcpolitanifche Briefe. ruS
altern achten Perser-Pleonasmus, wie im Zcnd-Avesta vorkommt, vcrrathen. Ueberdem war unterden Partber-Königen der Mittelpunkt des Reichs soverändert, daß ihnen Pcrsepolis und PersiS im ent-legenen Winkel lagen. Au Hekatompylos und spä-terhin am Euphrat, Tigris, in Ktesiphon,Seleucia oder in andern nordwestlichen Städ-ten residirtcn sie, wohin gegen Griechen und Rö-mer die Gefahr und der Schutz des Reiches sie riefund drängte. Persien war in das obere und niede-re getheilt, und die entlegene Provinz Perfls ge-horchte, nach Strabo, ja selbst nach Münzen, einemUnterkönige, der Pcrsepolis weder bauen,, noch fort-bauen konnte, am wenigsten, da er aus AltpersischemStamm war, den Arsaciden ein solch Denkmahl er-richten wollte.
4. Endlich, da auf ein einziges Wort, einenNamen (Aksak) hier alles ankommt, und dieserin unverstandenen Schrift-Charakteren, ja sogarverkürzt (LUL) erscheinet, so führt sich alles aufdie Frage zurück: „Was oder Wen bedeutet dasWort?" Ists ein Name? Er steht nie voran,sondern, obgleich nach der Gewohnheit des Aend-Avcsta oft wiederholt, zwischen andern Lobesbcnen-nungen des hier vorgestellten Königes da; könnteer nicht auch Eine dieser Benennungen, ja der ei-gentliche königliche Ehrenname seyn, dernichts weniger als den Parther Arfaces ausschließendzu bezeichnen dastünde?
Und so scheint es. Denn weßhalb nahm derParther den Namen Arsaces an, wenn er sichnicht mit ihm an die Reihe der alten Perser-Könige,von denen er abzustammen vorgab, hätte anschlies«