12^ III. Persepolitanische Briefe.
3 . Weder in der Iieligion noch in Sitten ha-ben sich die Partbischcn Könige als vorzügliche Lieb-haber des alten Perser- und Königs-Rituals ausge-zeichnet, wie es in Pcrsepolis dasteht. Die. Perser-Religion neigete sich unter ihnen, bis die Sassani-dcn mit doppeltem Eifer sie wieder erhoben *); da-her die Dynastie der Aschkanier von den folgendenRechtgläubigen als eine Periode des Verfalles derReligion betrachtet, und meistens nur in einemunordentlichen Auszüge bemerkt ward. Die Ver-mischung der Perser- und Griechen-Gcbaudc, die je-nen, ihrer Religion zuwider, von Griechen undRömern zugeschricbeN werden, stammen aus derDynastie der Arsacidcn, weit entfernt von der Alt-persischen Einfalt, die sich auf den Gräbern der Kö-nige zeiget. Am Parther-Hose sprach und schriebman häufig Griechisch; noch als Erassus Kopf dem Kö-nige gebracht wurde, in späten Römischen Zeiten wardein Eucipides Bacchis gespielet **). In der Perio-de eines solchen Geschmacks wird man schwerlichAufschriften, wie die beydcn von Ihnen enträthsel-ten, schreiben, die ohne alle Griechische Runde den
Aeicben, daß dies das Costüm der Vorstellung un-ter den eigentlichen Perser-Monarchen ge.wesen; auf den Parthischen Münzen ist allesanders.
P S- d'Anquetik über die Aechtheit der SchriftenAoroasters. Aend-Avesta LH. 2. S- si.Deutsch.
") Lppiau. in kartchio, hin und wieder«