III. Persepolitanische Briefe. r23
eigentlichen Ehrenschmuck der alten Könige auf denWanden Persepolis, so verschieden, wie die folgen-de Dynastie der Sassaniden sich abermals von ihnenunterscheidet *). Diese tragen die Kugel auf ihrenHäuptern, von der kein Arsacide, kein älterer Per-ser-König weiß. Da nun der Kopfschmuck nach Per-sischer Sitte das bestimmteste Unterscheidungszeichenwar, so wird dadurch klar, daß genau keine Par-thische Münze für die Abbildungen in Persepolis alsfür eine ihnen gleichzeitige Epoche spreche; und dochist diese Medische Tiare auf den Münzen andererAbkömmlinge des Medischen Stammes, der Arme-nier z. B. u. a. zu finden. Auch der Perser-Mo-narch auf der vielleicht ältesten Persischen Münzetragt sie dm Wanden Persepolis ganz gleichför-mig **).
*) Rach Spanheim hat den verschiedenen Kopf-schmuck der Perser-Könige am genauesten Pelle-r i n erörtert : DeNres cls 1'nutour lies rsnusils«las ursrlnillus. ksrauek. 1770. Aäclltious NUreuueil ckes uiallnilles P. g,Z. se<^. ä In1778 .
") Sehr merkwürdig ist diese Münze. (Vellerlu recueilcles lusrlnilles ctes ross p, r.) Der Perser-Mo-narch steht auf einem Triumphwagen, gebietendmit aufgehobener Hand. Die Tiare ist völlig wiein Persepolis; so auch die Kleidung ist wie die zuPersepolis, wo der König als Held erscheint, undmit den Ungeheuern kämpfet. Der hinter demWagen geht, hat, wie in Persepolis, den Kopf-putz des Königes, nur niedriger, trägt auch wiedort den Wedel und das heilige Gesäß. Deutliche