III. Persepolitanische Briefe.
Consonanten ward. Hätte diese nun zu den Voca-len ihre zwanzig Zeichen, die nochwendig den ver-schiedenen Laut und Klang, die Hohe und Dauerderselben bezeichnen müßten; wie gebildet wäredie Schrift! gebildeter, wie die Griechische selbst,ja bestimmter als unsre sammkliche Schrift-Cha-raktere.
Drittens. Und ist sic nicht schön? Dieschönste, die ein menschliches Auge auf Marmor-felsen je sah. Ihnen war sie zu sehen vergönnt, undSie sind dessen Zeuge. Nicht nur die Zend- undPehlvi- auch die Samarikanischen, Assyrischen, Mö-nchischen, Arabischen, selbst die Griechisch-RömischenUncial - Charaktere übertrifft diese Schrift an EinfaltUnd Reinheit der Züge Key weiten. Selbst dem Blickdes Unwissenden gefallt sie, und wenn der einzigeDoktor Hyde zu sagen wagte: „es ist keine Schrift,sondern ein Baumeister - Spielwerk! " so sagte auchkr damit ein Lob derselben: denn unförmliche barba-rische Striche wird ein Baumeister solcher Gebäudenicht in den Marmor graben.
Viertens. In die Mythische Zeitperiode ge-setzt, erklärte sich die Entstehung einer solchen Schriftnicht so ganz unnatürlich. Eine Reihe von Jahrenhin war Persien unter Griechischer Herrschaft ge-wesen; dis nach Baktra und Indien hin blühten inihm Griechische Städte und in ihnen die GriechischeSprache. Liebhaber der Griechenwerden auf Münzen die Parthischen Könige in Grie-chischer Sprache und Schrift gepriesen. Wenn unterihnen also ein Reichspallast errichtet, wenn zur Er-klärung der Figuren aus die Wände desselben Schrift
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