io6 II. P e r s e p o l i S.
das darin befindliche Thier ist gewiß ein Fabelthicrder Perser, und also die Schrift um dasselbe gleich-falls Persisch. Ich habe dies Siegel beydes so ge-zeichnet, wie cs in den S/ein geschnitten ist, undwie es in Siegellack abgedruckt aussieht*). Ob diewenigen Linien, die sich unten auf der 27 sten Ta-belle befinden, gleichfalls Persisch, und von einigemWerthe sind, das kann ich nicht bestimmen. Siesind nur schlecht eingehaucn. Die 34ste Tabelle aberhalte ich für wichtig, weil ich unter den darauf be-findlichen Schriftzügen einige Pelvische gefunden zuhaben glaube. Schade, daß dies etwa nur der sechsteLhcil der ganzen Inschrift ist, und zwar nur eineEcke derselben; es ist also keine einzige Linie voll-ständig , das Ucbrige ist durch die Zeit schon ganzunkennbar geworden. Von der schonen keilförmigenSchrift, welche man auch in den ältesten Gebäudendes Pallastes antrifft, und die gewiß so alt ist alsdie Gebäude selbst, findet man fast beständig dreyInschriften von drey verschiedenen Alphabeten nebeneinander, und zuweilen dieselben Inschristen an zwenenTbürpsosten gegen einander über. Die verschiedenenBuchstaben des einen Alphabets habe ich auf der
*) Herr Niebuhr hat dieses Siegel dem Kunst-Kabiner in Kopenhagen geschenkt. Die Vignetteauf dem Litelblatte ist nach einem Abdrucke, dendes verdienstvollen Mannes würdiger Sohn demVerfasser zu übersenden die Güte gehabt hat.
Der Herausgeber.