II. P e r s e p o l i s. in5
geben. Ich habe von den an den Trümmern d'esPallastcs zu Persepolis befindlichen Inschristen sehrviele kopirt, aber nicht alles ist von gleicher Wich-tigkeit. Aus den Neupersischen, den Arabischen undKufischen Inschriften z. B. werden wir nichts Wich-tiges lernen können; sie sind von Mohammedanern.Aber das auf der 2 vsten Tabelle befindliche Siegelkann dem Sprachforscher vielleicht nützlich ftyn; denn
„geäußert, aber freundschaftlich hat man mir ge-schrieben, die keilförmigen Schriften wären ent-weder nur eine Phantasie des Steinhauers, oder„sie waren erst nach der Zeit Alexanders eingc-„hauen. Daß elfteres nicht seyn kann, zeigt,„daß in keiner der drey Arten Inschristen die„Buchstaben der einen mit der andern vermischt„sind, und daß sie nicht neu sind, erhellet schon„ausIem Umstande, daß man an beyden Enden„der Figuren an der Treppe zu der großen Co-„tonade eigene Platze zu den Inschriften gelas-sen hat, wovon nur der Eine beschrieben ist.„Ist denn auch die Treppe neu, worauf man„noch jetzt bequem zu Pferde hinaufreiten kann?„die q.8 bis 5o Fuß hohen Sauten? die in Fei-lsten ausgehauenen Pagoden in Indien? Bey„Untersuchung der Alterthümer zu Perscpolis„und der Pagode auf Elephante bitte ich ja, die„davon gelieferten Grundrisse mit dem beygesüg-„ten Maßstabe fleißig zu vergleichen."
Der Herausgeber.