II. Persepolis. 107
23 sten Tabelle zusammengetragcn. Da ich gleichbei) dem ersten Versuche fand, daß es so äußerstschwer ist, diese uns gänzlich unbekannten Sch'riftzügeso zu kopiren, daß man jeden Buchstaben deutlichvon dem andern unterscheiden könne, so setzte ich hin-ter jeden Buchstaben einen Punkt, und ich denke,man werde mir wegen dieses Zusatzes keinen Vor-wurf machen. Die Schriftforscher würden mir viel-mehr auch noch wohl danken, wenn ich eben so je-des Wort durch ein Zeichen von dem andern unter-schieden hatte; aber dies war nicht möglich. AlleBuchstaben stehen gleich weit von einander. Ich ent-deckte indeß zufällig, daß diese Inschriften, so wie dieEuropäischen, von der Linken zur Rechten gelesenwerden müssen. (Reifebeschr. 2c Bd. S. 143.).
Es ist wohl wenig Hoffnung, daß diese uraltenInschriften jemals werden erklärt werden können.Chardin sagt zwar (Vo^uZss Vol. II. x. r8r.), daßsich in der königlichen Bibliothek zu Jsfahan 26Bücher befinden, welche Schach Abbas den Parfisoder sogenannten Feueranbetern abgezwungcn hat, unddaß selbige mit alten Persischen Schriftzügen geschrie-ben sind. Er bemerkt aber nicht, daß er sie selbstgesehen hat. Wenn man also auch alle diese 26Bücher nach Europa bringen könnte, so dürfte manauch dadurch wohl wenige Hülfe zur Erklärung derältesten Inschriften, die sich an diesen Trümmernfinden, erhalten. Indeß schmeichle ich mir, daß beymeinen Abschriften die größte Sorgfalt angewandtworden ist, sie können dem Philosophen zu vielenBetrachtungen Anlaß geben, und wenn die Gelchr-