II. P e r s e p o l i s.
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Herder ist unter den Deutschen Gelehrten dererste, welcher die übrigen auf die Ruinen von Per-sepoliS aufmerksam gemacht hat, er hat auch in derErklärung der daselbst befindlichen Figuren bereitsviel geleistet, und macht Hoffnung, uns durch Hülfedieser Ruinen noch naher mit den alten Persern be-kannt zu machen. Möchte cs ihm gefallen, uns auchErläuterungen über die Sprache der alten Perser zu
„unter andern bezeugen, daß meine Abbildungen„mir dem gehörigen Fleiße gemacht sind."
Wir verbinden hiemit eine Stelle seines unterdem 16. März desselben Jahres geschriebenenBriefes:
„Unsere Sprachkundigen haben es einmal aus-gemacht, daß die Aegyplischen Hieroglyphen„die allerältesten Schriftzüge sind, und daraus„das Phönicische und alle andere Alphabete her-geleitel. In dieser Gegend kann das ganz rich-tig seyn: allein können darum nicht die Perser„und Indier die Schreib- und andere Künste„schon lange vorher getrieben haben? Da ich in„Aegypten alle mir vorgekommenen Hieroglyphen„und auch in Indien verschiedene Alphabete ge-sammelt hatte, so sammelte ich auch gleich die„in den verschiedenen Inschriften zu Persepolis„befindlichen Buchstaben, und fand bald, daß„das Eine Alphabet ganz simpel ist, welches ich„auch mi. habe stechen lassen. Bey so vieler ge-geigten Sorgfalt hat noch keiner öffentlich einen„Zweifel in die Richtigkeit meiner Abschriften