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daß die Griechen die schöne Proportion ihrer Säulenvon den Persern gelernt haben. Man findet an denTrümmern dieses Pallastes überhaupt so viele Be-weise von dem Geschmack der alten Perser in derBaukunst, daß man sich nicht lange bedenken darf,schon den Dshemshjd für einen weit größern Bau-meister zu erklären, als die Acgypter es jemals ge-worden sind *).
*) Jede Ansicht eines Mannes, der so sehr gut sahund nicht leicht ein Urtheil zu fällen pflegt, ohnedurch Evidenz dazu getrieben zu scyn, verdientso viele Achtung, daß wir auch folgende Stelleseines am 18. Jänner 1788. von Meldorf anHerder geschriebenen Briefs beybringen zu sollenglauben:
„Was man auch bisher von der früher» Kul-„tur der Aegyptier gesagt haben mag, so glaube„ich doch, die alten Perser haben selbige in der„Aeichnungs-, Bildhauer- und Baukunst weit„überrroffen; und diesen Persern haben, nach„meinem Bedünken, die alten Indier nichts nach-„gegeben. Von letzteren habe ich zwar nur die„Pagoden auf der Insel Stephanie gesehen, und„bey weitem nicht alle daselbst annoch besindli-„chen Figuren gezeichnet; aber doch genug, um„die Europäischen Gelehrten mit dem Geschmacke„der alten Indier bekannt zu machen. Die Be-schreibung des Engländers Hunrer, welche sich„im neunten Bande der neuen Keisebeschreibun-„gen (Hamburg bey Bohn) befindet, kann es