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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
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II. P e r s e p o l i s.'

eigentlich keiner Verzierungen; wer weiß aber, obman nicht auch an den Wänden allerhand Bildhauer-arbeit angebracht, oder selbige mit gewählten Ge-schichten behängen hat? Man findet noch unter denjetzigen Persern, welche Mohammedaner sind, Por-trät-Mahler, die man fteylich nicht mit den unsrigenvergleichen kann, welche aber in diesem Lande viel-leicht nicht mehr angetroffen werden würden, wennnicht schon die alten Perser Liebhaber der Mahlereygewesen waren. Die Persischen Teppiche sind jetztauch bey Auswärtigen berühmt, vielleicht ist die Kunst,sie zu verfertigen, in Persien schon sehr alt, und sokann man wohl nicht daran zweifeln, daß schonDshemshjd den Fußboden in seinem Pallaste mitkostbaren Teppichen belegt habe. Die Decke überden verschiedenen Zimmern und großen Sälen diesesPallastes ist wohl gewiß von Holz gewesen; weilaber davon schon längst nichts mehr vorhanden ist,so ist cs auch schwer zu bestimmen, wie hier dieBalken über den Säulen miteinander verbunden wa-ren , und wie alles dies verziert gewesen seyn mag.

Nun vergleiche man den so hoch gerühmten La-byrinth oder einen der prächtigsten Tempel der Ae-gyptcr mit diesem Pallast, und man wird finden,daß die Aegypter noch die Bauart in einem Felsennachahmten, als schon Dshemshjd seine Wohnungoben auf einen Hügel setzte, und darin grosse undprächtige Zimmer einrichten ließ. In Vergleichungder Äegyptischen Säulen mit denen, welche man hierantrifft, wird man jene niedrig und plump finden,wenn die zu Persepolis ein so schönes Verhältnißhaben, daß man auf den Gedanken kommen möchte,