II. P e r s c p o l i s.
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müssen sich nicht widersprechen, und wenn man sol-ches dennoch in diesem oder jenem Punkte findensollte, so ist es nunmehr leicht, es ausfindig zumachen, welcher Neisebeschreiber in diesem Punktenicht die gehörige Aufmerksamkeit angewandt hat.
Die Verzierungen dieses alten Persischen Pal-lastes waren von denen, die man in den Europäi-schen Pallasten antrifft, frcylich ganz verschieden,aber darum wohl nicht weniger prächtig und kostbar.Die Neisebeschreiber haben bereits eine Menge Figu-ren abgebildet, welche man hier an den Treppenund an den Seitenwänden der Thür - und Fenster-öffnungen antriffl; fast alle diese Figuren haben zwareine steife Stellung, das Verhältniß der Glieder ge-gen einander ist aber ziemlich gut, und alles ist soscharf in den harten Marmor gehauen, als nurjetzt ein Bildhauer seine Arbeit vollenden kann *).Die polirten Marmvrwande und Säulen bedurften
*) Daß die allen Perser auch schon das Räderfuhr-werk gekannt haben, davon sieht man den Be-weis auf der 22. Tabelle des 2. Bandes meinerReiscbeschreibung. Das daselbst abgebildete Radhat hübsche Speichen und ist beschlagen, wie un-sere Wagenräder. Es scheint aber, daß die Rä-der sich nicht um die Achse gedreht haben, son-dern daß die Achse in den beydcn gegenüber ste-henden Rädern befestigt gewesen ist, und sich mitdenselben umgedrehr habe, wie bcy den Wagenin Natolien, an welchen letztcrn aber die Rädernoch so plump sind, als wenn dies Fuhrwerk erstganz neu erfunden wäre,