II. P e r s e p o l i s.
SA
trifft, den Schluß haben machen wollen, daß dieseColonaden gar nicht bedeckt gewesen sind, schcmcnes nicht bemerkt zu haben, daß alle diese Säulennur so weit von einander und von den Zwischenwän-den gestanden haben, daß Balken von ungefähr 3c>Fuß Länge von einet Säule zur andern oder zu einerZwischenwand haben reichen können; sie scheinen auchnicht bemerkt zu haben, daß man unter diesen Trüm-mern noch jetzt Säulen antrifft, auf welchen, stattdes Kapitals, der doppelte Vordertheil des erdichtetenEinhorns liegt, daß eben der doppelte Vordertheildieses Thiers auf den Säulen vor den prächtigenGräbern einen Balken trägt, und daß man ihn alsoauch zu eben diesem Gebrauche auf diese Säulen ge-legt haben werde. Ich meines Theils glaube, daßalle diefe Colonaden nicht nur bedeckt gewesen sind,sondern daß wenigstens der Hauptsaal 6 noch einStockwerk gehabt habe. Daß man davon jetzt keineTrümmer mehr antrifft, kann dagegen nichts bewei-sen ; denn der Baumeister brauchte natürlicherweisezu dem oberN Stockwerke keine so großen Bauma-terialien, als zu dem untern, und jene sind alsowohl die erstem gewesen, die man weggeschleppt hat.Selbst die Bemerkung, daß hier von der großenMenge Säulen nur so wenige mehr aufrecht stehen,scheint mir ein Beweis zu seyn, daß eine große Lastdarauf gelegen haben müsse, welche denn wohl, alssie herunterstürzte, auf einmal viele Säulm umge-worsen haben mag. Ein Baumeister, der hier alleHügel so gut zu nutzen wußte, der nicht mehr soplump, und ganz von großen Steinmaffen baute,wie die Aegppter, sondern auch den Gebrauch desHolzes in der Baukunst kannte, und seinen Säule»
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