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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
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9 » II. P e r s e p o l i s.

derer zuverlässiger Reisebeschrciber uns davon näherunterrichtet.

Auch ich finde zwischen dem Aegyptischen Sphynxund dem Persischen vierfüßigcn Thicre mit einemMcnschenkopfc die Aehnlichkeit nicht, welche der GrafEaylus gefunden haben will. Beyde sind freylichFabelthiere, aber der Sphynx ist ein Löwe mit demKopse eines Frauenzimmers, und das Persische Thierist aus dem Ochsengcschlechte mit dem Kopfe einesbärtigen Mannes; der Sphynx liegend, das Persi-sche Thier aber stehend abgebildet. Jede Nationhatte ihre eigene Religion, und also auch ihre eigeneFabellehre.

Von Diodors Nachrichten (B. II. S. 2l5. derWcssclingischen Ausgabe) finde ich Einiges mit mei-nen Beobachtungen übereinstimmend, anderes, wovonman jetzt keine Spuren mehr antrifft, sehr wahr-scheinlich , aber auch Einiges offenbar falsch. Das,was dieser Schriftsteller eine feste Burg nennt, kannnichts anderes seyn, als der Pallast, dessen Ueber-bleibsel wir noch jetzt bewundern. Dis Lage der kö-niglichen Gräber in der Nähe nach Osten kann hierals entscheidend angenommen werden. Da nur einWeg zu diesem Pallast führte, der sich verschließenließ, so konnte ec für die Zeit allerdings auch einefeste Burg genannt werden. Was Diodor von eher-nen Pforten und ehernen Stangen erzählt, die sichhier auf den Mauern befunden haben, darin istnichts Unwahrscheinliches; cs bestätigt vielmehr meineGedanken von dem Geschmack des Baumeisters.Won prächtigen Wohnungen, wo fremde Könige undFürsten empfangen werden konnten, sicht man hier