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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
Seite
89
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II. PersepoliS. 89

Hätte ich zu der Zeit, als ich mich unter denTrümmern dieses Pallastes befand, mehrere Kcnnt-niß der alten Persischen Fabellehre gehabt, so würdeich dem Wunsche zuvorgckommen seyn, und auch dieStellung der schwebenden Figur, welche man daselbstoben vor den Gräbern sieht, genau bemerkt haben iso aber muß ich bekennen, daß ich darauf nicht ge-achtet habe. Folgendes kann ich indeß bey dieserGelegenheit nicht unbemerkt lassen. Ein Reisenderfindet unter diesen Ruinen so sehr viele Arbeit, daßcs ihm an Zeit fehlen muß, jede Figur nur mit derBleyfcder ganz auszuzcichnen; wenn also eine Figuroft vorkommt, so bemerkt er sich solches nur durcheinige Worte oder Zeichen, um zu einer bequememZeit alles vollständig auszeichyen zu können. Aufdiese Weise hat wahrscheinlich Chardin seine 67steTabelle genau nach dem Original gezeichnet, bey dckLösten aber nur die Seite bemerkt, an welcher da-selbst der König, und an welcher der Feueraltarsteht, und daß sich oben eine schwebende Figur be-finde, ohne die Stellung dieser letzten anzudeuten.Wenn er nun aber seinen Entwurf nicht gleich nach-her ausgcarbeitet, und seine Zeichnung mit demOriginal verglichen hat, (eine Arbeit, welche nichtbloß Chardin, sondern auch le Brun nicht allezeitfür nöthig erachtet zu haben scheinen,) so mag nacheiniger Zeit wohl mancher Strich verwischt, ihm auchdie Stellung der kleinen Figur ganz aus den Ge-danken gekommen seyn, und gleichgültig geschienenhaben, worauf er ihr dann eben die Stellung, wieauf der vorhergehenden, gegeben bat. Ich bin alsoder Meynung, man könne Chardins Löste Tabellein diesem Stücke für fehlerhaft halten, bis ein an-