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Zur Philosophie und Geschichte Theil 1 (1820) Die Vorwelt
Entstehung
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II. P c r s c p o l s. 69

tausend verschiedene Arten. In Dshcmshjds Hän-den , (dessen Name eigentlich mit dem Namen desGefaßeS einerlei) ist,) machen sie's zu einem Becherder Weisheit, zu einem Spiegel der Welt, in dessenGlan; er die Natur, alle verborgenen, ja auch diezukünftigen Dinge gesehen habe, und gaben diesenNamen späterhin sogar der Himmelskugel, ja jedemBuch, das die Welt wie in einem Spiegel darstellensollte. Aehnliche Fabeln kennen wir vom BecherJosephs, Nestors u. a.; keine aber ist so ausgebil-d-t worden wie diese, weil sie mit dem Namendes Königes zugleich den Charakter seinerPerson und seiner Regierung ausdrückt. Erwar nämlich der Persische Salomo dieser alten Fa-belzeiten, dem alle weisen Einrichtungen des ehemali-gen glücklichen Perser-Reichs zuqeschrieben werden.Er theilte, so sagt die Sage, feine Unterthanen indrey Klassen: in Krieger, Ackerleute und Künstler;von den Bienen lernte er Ordnung seines Reichsund Vertheilung der Aemter: er ordnete das Hofge-sinde, erfand die Leibwache, zierte den Richterstuhlund seinen Thron. Die Stande unterschied er durchKleider und Anzug, führte den Gebrauch der Ringeein, und, was das Vorzüglichste ist, er ordnete dasJahr. Das alte Persische Jahr heißt Dshem-shjds Jahr, und hat bis auf die Zeiten Uezde-gerds gedauert. Sieben Provinzen soll er seinemReich unterworfen haben, und seine Regierung soglücklich gewesen seyn, daß selbst der Zend-Avestaihn, dessen Religion er doch eigentlich verdrängenoder verbessern wollte, aus Ormuzd Munde als dasMuster eines vortrefflichen, reichen, glücklichen-