P e r s e p o l i s.
der Gräber, von welcher wir eben geredet haben,hat er einen Bogen in der Hand, welches Attributallein schon entscheidend wäre. Außer dem hat erallenthalben einen Turban auf dem Haupt, wie ihndie schwebende Gestalt und nur wenige andere Per-sonen , offenbar die vornehmsten, haben. Er ver-richtet kein priesterliches Geschäft, selbst da der Altarvor ihm ist, von welchem er entfernt stehet; wohlaber verrichtet er königliche Geschäfte. Er sitzet undrichtet das Volk*); der lange Königsstab ist in sei-nen Händen: sein Stuhl ist königlich geschmückt,und die vor ihm stehen, nahen sich demselben nurin der Entfernung**); auch ist der ganze Zug zuihm offenbar kein Opferzug mit Opfergerakhc, son-dern ein Zug der Untcrthancn und Diener des Kö-niges , und zwar der Diener aus allen Ständen,der Unterthancn aus allen Provinzen. Edel unter-scheidet sich die Gestalt des Königes an Einfalt,Größe und männlichem Ansehn: vom weibischen Ge-pränge der späteren Perser-Despoten ist er noch weitentfernt. Seine goldne gerade Tiare ist wie derKopfschmuck seiner obersten Diener; nur die Tiarenniederer Diener sind faltig. Ein Zweig wird, nachder bekannten Sitte des Orients, über sein Hauptgehalten; vielleicht der heilige Zweig, Barsom***).Ist dies, so wäre die Person, die ihn hält, auf
*) Llisräin lab. I.XIII.
*H LKiirclin 1-eb. I>XIII. I.XIV.
***) 2,enä-Xvesta III. x. bza.